Ob sich mit einer Landwirtschaft in Hochhäusern tatsächlich das Welternährungsproblem lindern und das Klima schonen lässt, diskutiert am morgigen Dienstag ein Expertenworkshop in der Universität Hohenheim. Im Tagungszentrum der Universität stellt das Institut für Pflanzenproduktion und Agrarökologie in den Tropen und Subtropen ihr Skyfarming-Konzept vor. Im Mittelpunkt des Interesses steht dabei die Reispflanze, die in einem bis zu 30 Etagen hohen Gewächshaus angebaut werden soll. Reis sei von den drei Grundnahrungsmitteln Reis, Mais und Weizen am umweltschädlichsten, da die Pflanze viel Methan emittiere, erklärt der Konzeptentwickler Prof. Joachim Sauerborn von der Landwirtschaftlichen Fakultät. Die Anbauform zu überdenken, dränge sich geradezu auf, so Sauerborn. Architekten, Energie-, Fördertechniker, Innenraumtechnologen und Logistik-Experten sollen auf dem von der Stiftung 'fiat panis' geförderten Workshop die Machbarkeit einschätzen. (az)
 
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