DFG-Förderung

Hohenheim untersucht Boden als Lebensraum


Das Wechselspiel von Mikroorganismen in Grünlandböden ist noch weitgehend unerforscht. Über Düngung, Mahd und Beweidung wird in das Zusammenwirken unter der Erde eingegriffen. Dadurch verändern sich auch die Lebensbedingungen für Bodenmikroorganismen. 


In einem Forschungsprojekt untersuchen jetzt Bodenbiologen der Universität Hohenheim wie sich Mikroben neue Lebensräume des Bodens erschließen. Das Vorhaben wird im Rahmen eines bundesweit angelegtem Biodiversitätsprojektes von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit 500.000 € gefördert und zählt damit zu einem der Schwergewichte der Forschung in Hohenheim. 


„Wir gehen der Frage nach, wie neue Bodenoberflächen unter dem Einfluss unterschiedlicher Grünlandnutzung durch Mikroorganismen besiedelt werden“, sagt Prof. Dr. Kandeler, Leiterin des Instituts für Bodenbiologie an der Universität Hohenheim und Leiterin des DFG-Forschungsprojektes. Ziel ist, allgemeingültige Aussagen zu treffen und daraus Empfehlungen, beispielsweise für Landwirte, ableiten zu können. Mikroorganismen helfen unter anderem Böden fruchtbar zu machen, organische Schadstoffe zu zersetzen oder die Bodenstruktur zu verbessern.


An der von der DFG geförderten Biodiversitätsforschung sind unter anderem die Universitäten in Bern, Ulm, Göttingen, Freiburg, Jena und Hohenheim sowie die TU München, die TU Darmstadt und das Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena beteiligt. (kbo)
stats