„Weizen ist eine der wichtigsten Pflanzen für die Welternährung. Global steigende Bevölkerungszahlen erfordern eine Intensivierung und Vernetzung der Weizenforschung unter Beteiligung der öffentlichen Hand. Eine noch engere Verzahnung von wissenschaftlicher Exzellenz und züchterischer Expertise ist unser Ziel“, erklärt Wolf von Rhade als Sprecher für die Wirtschaft in der Initiative proWeizen.

Die Forschungsallianz, die vor einem Jahr von deutschen Weizenzüchtungsunternehmen als zentrale Plattform für die Forschung gegründet wurde, kann nun eine Reihe interessanter Forschungsvorhaben mit öffentlicher Förderung angehen.

Insgesamt wurden 17 Projektskizzen von und mit Beteiligung von proWeizen im Mai 2013 bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung zur Begutachtung eingereicht. Davon werden neun in der nächsten Ausschreibungsphase berücksichtigt. Die Fragestellungen reichen thematisch von abiotischem und biotischem Stress, über Heterosis bis hin zu Ressourceneffizienz und Diversität.

„Der Klimawandel selbst und auch damit verbundene Veränderungen in der Verbreitung von Weizenkrankheiten machen eine Anpassung an veränderte Produktionsbedingungen und eine ständige Verbesserung der vorhandenen Krankheitsresistenzen sowie eine Einführung neuer Resistenzen in moderne Weizensorten notwendig. Die komplexe Genomstruktur des Weizens stellt mit Blick auf eine langfristige Ertragsstabilität und -steigerung dabei eine besondere Herausforderung dar“, sagt Prof. Dr. Frank Ordon vom Julius Kühn-Institut als Sprecher für die Wissenschaft.

Die Zusammenarbeit der Züchtungsunternehmen innerhalb der Forschungsallianz proWeizen präsentiert in der kommenden Woche Dr. Carl Bulich, Gesellschaft zur Förderung der privaten deutschen Pflanzenzüchtung (GFP), beim Saatgutkongress in Hannover. (brs)
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