Deutsche Unternehmen haben 2011 so viel wie noch nie in die Entwicklung neuer Produkte und Verfahren investiert. Für dieses Jahr erwartet das Bundesforschungsministerium eine gebremste Innovationsfreude. Im vergangenen Jahr haben die Unternehmen nach einer aktuellen Erhebung 130 Mrd. € für Innovationen ausgegeben. Das übertrifft nach Angaben des Ministeriums den bisherigen Spitzenwert von 2008 um mehr als drei Prozent. Besonders erfolgreich waren dabei die exportorientierten, forschungs- und wissensintensiven Industriebranchen wie Fahrzeug- und Maschinenbau, Elektroindustrie, Chemie- und Pharmaindustrie. Die Studie zeigt allerdings auch, dass viele Unternehmen verhaltenere Erwartungen für das Jahr 2012 haben. Die geplanten Ausgaben wurden zurückgenommen. Das spiegelt nach Angaben des Ministeriums die unsicheren konjunkturellen Aussichten wider.

Die Innovationserhebung 2011 wird vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim im Auftrag des Bundesforschungsministeriums jährlich durchgeführt. An der Innovationserhebung des Jahres 2011 haben sich rund 15.800 Unternehmen aus der Industrie und Dienstleistungsbranche beteiligt. (az)
stats