Wissenstransfer

Innovationszentren helfen Kleinbauern


Mit dem Globalvorhaben "Grüne Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft" hat das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) bis Ende September rund 217.000 Kleinbauern in Entwicklungsländern angesprochen. Bis Ende 2019 sollen es insgesamt 700.000 sein, schreibt die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Ziel der Zentren sei es, kleinbäuerliche Betriebe in ländlichen Regionen zu fördern, neue Arbeitsplätze zu schaffen und die regionale Versorgung mit Nahrungsmitteln zu verbessern. Unter anderem soll das Einkommen aus dem Verkauf von Produkten der geförderten Wertschöpfungsketten im Schnitt um 25 Prozent steigen. Außerdem sollen insgesamt 10.000 neue Arbeitsplätze entstehen, von denen 20 Prozent auf Jugendliche und 35 Prozent auf Frauen entfallen sollen.

Die Bundesregierung betont, dass die nachhaltige Landwirtschaft ein wichtiger Aspekt innerhalb der Grünen Innovationszentren sei. So werde beispielsweise in Äthiopien Weizen zusammen mit Ackerbohne angebaut, wodurch sich der Nährstoffgehalt im Boden verbessere. Ein weiteres Mittel zum Ressourcenschutz seien Agroforstsysteme, beispielsweise in Sambia oder Burkina Faso. Durch die Kombination von Land- mit Forstwirtschaft würden unter anderem Wasserhaushalt und Erosionsschutz verbessert. (kbo)
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