Jobeinstieg unterhalb der Qualifikation

Hochschulabsolventen gelingt der Einstieg in das Berufsleben gut. Die Arbeitslosenquote liegt nach einer aktuellen Studie des HIS-Instituts für Hochschulforschung bei 4 Prozent. Absolventen mit Bachelorabschluss sind noch seltener arbeitslos, dafür häufiger unterhalb ihres Qualifikationsniveaus beschäftigt.

Das HIS-Institut befragte mehr als 10.000 Absolventen des Jahrgangs 2009 ein Jahr nach ihrem Examen. Dabei stellte sich heraus, dass für Bachelorabsolventen klar definierte berufliche Einsatzmöglichkeiten noch fehlen. Von den Bachelorabsolventen der Fachhochschulen fühlen sich 21 Prozent nicht angemessen beschäftigt, bei den Universitäten sind es sogar für alle Fachrichtungen betrachtet 30 Prozent. Für den Fachbereich der Mint-Fächer (Mathematik, Ingenieur- Natur- und Technikwissenschaften) trifft das Gefühl einer inadäquaten Beschäftigung immerhin noch auf 19 Prozent zu.

Im Vergleich mit einer vor vier Jahren erstellten Studie sind die Gehälter erkennbar angestiegen. Nachdem das durchschnittliche Einstiegsgehalt der Absolventen vor vier Jahren noch rund 33.000 € betrug, verdienen sie nun im Durchschnitt 37.250 € (Fachhochschule) bzw. 37.500 € (Universität). Absolventen der Agrar- und Ernährungswissenschaften steigen mit etwas mehr als 30.000 € ein. Zu den Spitzenverdienern zählen mit einem Startgehalt von 50.000 € die Mediziner. (kbo)
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