Am 2. Juli 2013 um 12 Uhr übergaben die Jungbauern vor dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) ihr Positiospapier an die Agrarminister der Länder. In diesem haben die junge Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (jAbL) und das Bündnis Junge Landwirtschaft konkrete Forderungen zur Unterstützung von landwirtschaftlichen Existenzgründern formuliert.

Nach den Beschlüssen auf EU-Ebene zur Gemeinsamen europäischen Agrarpolitik (GAP) müsse diese nun von den Ländern umgesetzt werden. Vor allem auch in Bezug auf die Unterstützung für einen Einstieg in die Landwirtschaft. Konkret fordern jAbL und Bündnis Junge Landwirtschaft unter anderem einen höheren Stellenwert der Existenzgründungsförderung in der Agrarpolitik, eine Niederlassungsprämie und günstige Darlehen für Hofübernahmen durch außerfamiliäre Existenzgründer.

Eine Betriebsneugründung müsse erleichtert werden. „Eine verbraucherorientierte, soziale und bäuerliche Landwirtschaft braucht politische Weichenstellungen, die Agrarminister haben nun die Möglichkeit dazu“, so Johannes Erz, Jungbauer aus dem Brandenburger Oderland. Bei vielen Betrieben seien die Leiter im Rentenalter und die Hofnachfolge ungesichert. Gleichzeitig gäbe es gut ausgebildete und kreative Jungbauern, die den Schritt in die Existenzgründung wagen. Oft fehlen dabei Kapital, der Zugang zu Land und die richtige Beratung. (bhe)
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