Junglandwirte und junge Menschen brauchen weltweit höhere öffentliche Unterstützung für den Einstieg in den Agrarsektor, damit auch in den kommenden Jahrzehnten eine globale Ernährungssicherung gewährleistet werden kann.

„Viele Regierungen auf der ganzen Welt sollten sich dazu ein Beispiel an den jüngsten Entwicklungen in der Europäischen Union nehmen", so Matteo Bartolini, Präsident des Europäischen Rates der Junglandwirte (Ceja), während einer Veranstaltung des vorige Woche tagenden UN-Ausschusses für Welternährungssicherheit (Committee on World Food Security, CFS) in Rom.

Die Eintrittsbarrieren wie Zugang zu Land, Kapital und Krediten, aber auch niedrige Einnahmen auf Grund hoher Investitionen sowie der Mangel an langfristigen Perspektiven, seien weltweit dieselben. Mit höheren Förderungen für Junglandwirte könnte diesen Herausforderungen begegnet werden, betonte Bartolini nach einem Bericht des Agrarischen Informationszentrums (AIZ), Wien. Er hob in diesem Zusammenhang die EU hervor, die diesen Ansatz vor Kurzem ihn ihrer Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) übernommen habe.

„Obwohl hier noch immer eine starke und effektive Umsetzung erforderlich ist, sendet die EU damit ein erstes wichtiges Signal an die Regierungen in anderen Teilen der Welt", zeigte sich der Präsident von Ceja erfreut. „Wenn wir bäuerliche Familienbetriebe und Landwirtschaft als Ganzes schätzen und diese, wie auch die Welternährung sichern wollen, braucht es ausreichende finanzielle Unterstützung für Junglandwirte", mahnte Bartolimi. Nur so könnten diese „Barrieren überwinden" und letztendlich zu einer produktiveren, innovativeren und nachhaltigeren landwirtschaftlichen Produktion auf der ganzen Welt beitragen. (az)
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