Unternehmensnachfolge

Kandidaten machen sich rar

Nach den Erfahrungen der Industrie- und Handelskammern (IHKs), die im neuen DIHK-Nachfolgereport zusammengefasst sind, finden bereits heute 40 Prozent der Alt-Inhaber mittelständische Betriebe in Deutschland nicht den passenden neuen Chef.

Hauptproblem ist das enger werdende Feld der Bewerber, analysiert der DIHK. Waren 2010 auf jeden von der IHK beratenen Alt-Inhaber noch 1,6 Nachfolgekandidaten gekommen, sank dieses Verhältnis im Jahr 2012 auf nahezu 1:1. Noch problematischer wird die Situation nach Angaben der Organisation durch Unsicherheiten wegen der Gestaltung der Erbschaftsteuer. Außerdem nennt der DIHK Hürden für die Beteiligungsfinanzierung, die sich bei der Unternehmensnachfolge auftun können.

Der DIHK-Report gibt aber auch einige Tipps, wie die Nachfolge erfolgreicher angegangen werden kann. Hier gilt es besonders, emotionale Fallstricke zu kennen. Schließlich sind Hinweise enthalten, was sich in einem „Notfallkoffer" des Firmenchefs befinden sollte. Dies sei, so der DIHK weiter, übrigens kein Thema ausschließlich für ältere Unternehmer. Auch junge Betriebsleiter sollten eine Dokumenten-Mappe erstellen, die ihre Vertretung im Fall der Fälle regeln kann. (db)
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