Das Agrarreferendariat ist der Start in eine Beamtenlaufbahn. In einigen Bundesländern laufen augenblicklich die Bewerbungsverfahren. Die Landwirtschaftsbehörden vermelden von Jahr zu Jahr schrumpfende Zahlen bei den Ausbildungsverträgen in den grünen Berufen. Aber auch die Kammern und Verwaltungen selber bleiben nicht von Nachwuchssorgen verschont. In vielen Behörden steht in den kommenden Jahren eine Pensionierungswelle an. Für das Nachwachsen qualifizierter Fach- und Nachwuchsführungskräfte sorgen die Agrarreferendariate. Sie schließen sich an ein Hochschulstudium an. In einigen Bundesländern laufen augenblicklich die Bewerbungsverfahren. So hat das Land Nordrhein-Westfalen gerade acht Referendariatsstellen zu vergeben. Auch in Baden-Württemberg startet ein neuer Jahrgang mit mehreren Stellen.
 
Wer eine Karriere im höheren Dienst anstrebt, sollte allerdings genauer hinschauen. Denn die Ausbildungsinhalte der zukünftigen Assessoren unterscheiden sich von Region zu Region. In den süddeutschen Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland Pfalz und Bayern bereitet das Referendariat sowohl auf den höheren landwirtschaftlichen Dienst als auch auf eine Lehrertätigkeit vor. In den restlichen Bundesländern hingegen gilt die Qualifizierung ausschließlich für den Verwaltungs- und Beratungsdienst. Die Ausbildung dauert in der Regel zwei Jahre. Die Anwärterbezüge unterscheiden sich ebenfalls von Bundesland zu Bundesland, liegen aber etwa bei rund 1.000 € pro Monat und aufwärts.

Einen umfassenden Überblick darüber, was ein Agrarreferendariat leistet und voraussetzt bietet der Berufsverband VDL. Auch der von der BLE gepflegte Bildungsserver Agrar gibt hilfreiche Informationen. (az)
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