Familie und Freunde sind Hochschulabsolventen wichtiger als die schnelle Karriere. Zu diesem Ergebnis kommt die Absolventenstudie 2011/12 der Unternehmensberatung Kienbaum.

Studierende legen viel Wert auf ihr Privatleben. 71 Prozent aller Befragten geben an, dass Familie und Freunde zu den wichtigsten Werten in ihrem Leben gehören. Mit einigem Abstand landet auf Platz zwei mit 48 Prozent die Selbstverwirklichung, gefolgt von Erfolg und Karriere, die 43 Prozent der Akademiker für bedeutend ansehen.

Das ergab eine Umfage unter 355 Studierenden aller Fachrichtungen. Work-Life-Balance-Angebote und eine kollegiale Arbeitsatmosphäre seien Kriterien, nach denen die Absolventen zunehmend ihren Arbeitgeber auswählten, erklären die Berater. Im Hinblick auf ein knapper werdendes Angebot an Nachwuchskräften sei dies eine große Herausforderung für die Personal- und Kommunikationsabteilungen der Unternehmen.

Der Einstieg in ein Unternehmen über Traineeprogramme hat sich etabliert. 96 Prozent der Befragten sehen darin eine zeitgemäße Ausbildungsform - falls eine gezielte Vorbereitung und persönliche Betreuung gewährleistet sind. Dennoch ist die Karriere nicht vollständig abgemeldet. Für 70 Prozent der Befragten sind die im Unternehmen gebotenen Entwicklungsmöglichkeiten ausschlaggebend für eine Bewerbung. (az)
stats