Laut der UN-Kinderrechtskonvention sollen Kinder vor wirtschaftlicher Ausbeutung geschützt werden. Kinderarbeit wird definiert als Tätigkeit von unter 18-jährigen, die ihnen schadet oder sie am Schulbesuch hindert.

Laut der Bundesregierung arbeiten derzeit weltweit rund 215 Millionen Kinder. Besonders viel Kinderarbeit gibt es in Asien, im Pazifikraum und in Afrika südlich der Sahara. Die Landwirtschaft zählt neben der Arbeit in Minen und auf dem Bau zu den drei besonders gefährlichen Arbeitsplätzen für Kinder. Nach Schätzungen des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (Unicef) arbeiten weltweit über 130 Millionen Mädchen und Jungen unter 15 Jahren auf Farmen und Plantagen.

Sie arbeiten dort häufig mit giftigen Substanzen zur Schädlingsbekämpfung, setzen gefährliche Schneidewerkzeuge ein und sind hohen Temperaturen ausgesetzt. Ihre Arbeitstage in Ernte- und Pflanzperioden sind oft extrem lang.

Ausbeuterische Kinderarbeit sei in den meisten Fällen eine Folge der Armut, heißt es in der Stellungnahme der Bundesregierung zum Tag der Kinderarbeit. Viele Familien seien darauf angewiesen, dass ihre Kinder zum Einkommen beitragen. Umgekehrt führe Kinderarbeit zu einem erhöhten Angebot an billigen Arbeitskräften und damit zu niedrigen Löhnen. Kinderarbeit sei also auch eine Ursache für die Elternarmut. (hed)
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