Wissenstransfer

Know-How zu EU-Vorschriften


Trafoon steht für "Traditional Food Network to Improve the Transfer of Knowledge and Innovation". Das Projekt richtet sich an kleine Produzenten traditioneller Lebensmittel, wie etwa Olivenbauern, Hersteller glutenfreier Backwaren in Irland oder Betreiber von Aquakulturen in Polen „Vielen Produzenten fehlt es an Know-how zu EU-Vorschriften, Produktionskosten, Vermarktungsstrategien oder Umwelt-Aspekten bei der Produktion“, erklärt Susanne Braun, Geschäftsführerin des Forschungszentrums für Bioökonomie an der Universität Hohenheim.

In einer Reihe von Workshops wird den Herstellern daher aktuelles Wissen vermittelt. Das Forschungszentrum für Bioökonomie an der Universität Hohenheim koordiniert den EU-weiten Wissenstransfer durch 30 Partner aus 13 Ländern. Die EU fördert das Projekt mit vier Mio. €, allein 430.000 € stehen an der Universität Hohenheim zur Verfügung. 

Rund 3.000 Produzenten haben sich nach Informationen der Uni Hohenheim bereits in mehr als 50 Workshops in ganz Europa weiterbilden lassen. „Die Resonanz ist durchweg positiv“, berichtet Susanne Braun. „Das Thema Know-how-Transfer ist für die Bioökonomie ein sehr wichtiger Schwerpunkt.“

Die Themen innerhalb des Projekts sind vielfältig: So steht auch der Umgang mit knappen Ressourcen wie Wasser auf dem Programm. Dabei werden die Produzenten individuell beraten: „Ein Olivenölproduzent hat ein anderes Wasserproblem als ein Marmeladenhersteller“, so die Projekt-Koordinatorin. Ein anderes Thema auf der Agenda der Trafoon-Seminare ist Abfallbeseitigung: Beispielsweise entsteht bei der Produktion von Olivenöl 50 Prozent Abfall. Wie dieser verwertet werden kann, vermitteln die Trainer in den Seminaren. (mrs)
stats