Ökologische Agrarwissenschaften

Kontakt zu Züchtern erwünscht

Prof. Gunter Backes, Pflanzenzüchter an der Universität Kassel, ist von Anfang an bemüht, ökologische Züchter auf den Ebenen der Lehre und Forschung aktiv einzubeziehen. In der Lehre umfasst das Gästevorlesungen von Ökologischen Züchtern, Exkursionen zu den entsprechenden Betrieben, erklärt der Wissenschaftler gegenüber agrarzeitung.de. Außerdem ermutigt Backes Studierende in ihren Projekten, Bachelor- und Masterarbeiten mit praktischen ökologischen Züchtern zusammenzuarbeiten.

„Für die ökologischen Züchter, die häufig viele gute Ideen haben, die sich in der täglichen Arbeit nicht realisieren lassen hat das den Vorteil, dass sie mit einem motivierten jungen Studierenden zusammenarbeiten, der eines dieser Projekte bearbeiten kann oder zumindest einen Teil davon“, erklärt er. Denkbar sei auch, dass die Züchter auf diesem Weg Nachwuchs requirieren.

Für den Studierenden hat das den Vorteil, dass er weiß, dass seine Arbeit zur Praxis beiträgt und dass er selbst Einblick in die Praxis erlangt. Für die Forschungszusammenarbeit steht die neue Professur allerdings erst am Anfang.

Backes wünscht sich hier mehr Möglichkeiten der Forschungsfinanzierung, die auch auf die etwas anderen Bedingungen der ökologischen Züchtung Rücksicht nehmen. Schließlich sei spezielle Öko-Züchtung noch komplexer als konventionelle Züchtung, weil hier die zukünftige Sorte sehr viel stärker im Zusammenspiel mit belebten und unbelebten Faktoren des Ökosystems gesehen werden müsse. (brs)
stats