Förderung

Kontroverse um Deutschlandstipendium

Seit dem Sommer 2011 fördert das Deutschlandstipendium begabte Studierende. Vertreter der Grünen wollen es abschaffen. Sie fordern in einem Antrag die Abschaffung des Deutschlandstipendiums, da es lediglich 1 Prozent der Studenten erreiche und der Verwaltungsaufwand bereits 20 Prozent der Mittel verschlinge. Die Organisation solle an die privaten Stifter übergeben werden. So könnten die staatlichen Mittel für das BAföG und eine bessere Stipendienförderung für Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisenregionen genutzt werden. Bisher zahlt sowohl der Bund als auch private Stifter jeweils 150 € monatlich. Der private Anteil der Stipendienmittel wird von den Hochschulen eingeworben.

Im Jahr 2014 sind bundesweit 22.500 Studenten mit einem Deutschlandstipendium gefördert worden. Neben guten Noten sollen bei der Vergabe des Stipendiums auch gesellschaftliches Engagement und besondere persönliche Leistungen und ehrenamtliches Engagement berücksichtigt werden. Bisher nehmen 90 Prozent der staatlichen Hochschulen am Deutschlandstipendium teil. Das Stipendium schaffe für die Studenten Freiräume und eröffne Möglichkeiten, so die Befürworter. Anders als beim Bafög müssten die Mittel nicht zurückgezahlt werden. (has)
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