Drei Institute der Leibniz-Gemeinschaft und die Universität Rostock arbeiten gemeinsam an Strategien, wie der lebensnotwendige und immer knapper werdende Rohstoff „Phosphor“ besser genutzt und gewonnen werden kann.

Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz von Mecklenburg-Vorpommern hat jetzt beschlossen für die Dauer von vier Jahren den Wissenschaftscampus mit jährlich 80.000 € zu unterstützen. Mit den Finanzmitteln sollen Koordinierungsaufgaben und die Geschäftsstelle finanziert werden. Vom Jahr 2018 an wird dann das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur für den Campus ebenfalls jährlich 80.000 € beisteuern. Die Zusammenarbeit der Institute ist im Jahr 2012 beschlossen worden. Eine Förderung ist höchstens bis zum Jahr 2020 vorgesehen.

„Phosphor ist für alle biologischen Prozesse essentiell und gehört damit zu den wichtigsten Stoffen in der Landwirtschaft. Er ist einer der Hauptbestandteile in industriell gefertigten Düngemitteln“, erläuterte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus. „Wenn wir verhindern wollen, dass die globale Nahrungsmittelproduktion zusammenbricht, müssen wir jetzt erforschen, wie wir Phosphor effizienter einsetzen und besser aus dem Stoffkreislauf gewinnen können.“

Experten warnen, dass schon im Jahr 2035 die weltweite Nachfrage das Angebot an Phosphor übersteigen wird. Am Wissenschaftscampus „Phosphorforschung“ beteiligen sich das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW), das Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT), das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN) sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Rostock. (hed)
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