Für den Abbau der Lohnlücke zwischen Männern und Frauen und gegen die Abwanderung aus ländlichen Regionen setzt sich der Deutsche Landfrauenverband ein. Aktuell bestehe eine Lohnlücke von 23 Prozent zwischen Männern und Frauen. Die sogenannte „Gender-Pay-Gap“ sei in ländlichen Regionen noch etwa 10 Prozent höher, betonte kürzlich Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes, auf dem Agrarökonomischen Seminar an der Georg-August-Universität Göttingen. „Dies hat zur Folge, dass gerade junge Frauen verstärkt ländliche Regionen verlassen“, so Scherb. Der 500.000 Mitglieder zählende Verband setzt sich für eine Verbesserung der Lebensbedingungen auf dem Land ein. Aktuell besonders für die flächendeckende Bereitstellung schneller Internetverbindungen. Diese könnten die Abwanderung von Firmen sowie Arbeitsplätzen aus dem ländlichen Raum verhindern und Möglichkeiten für arbeitsplatzunabhängige Home-Office-Tätigkeiten schaffen, so Scherb. Außerdem sei ein Wandel des traditionellen Rollenverständnisses in der Landwirtschaft zwingend erforderlich. Ein moderner Familienbetrieb sei besonders erfolgreich, wenn die Ehepartner die Betriebsleitung gemeinsam als Doppelspitze übernähmen, so Scherb. (az)
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