Der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) engagiert sich für die Flüchtlinge in Deutschland und Europa. Während seines deutsch-französischen Aufbautrainings für Gruppendolmetscher, ging es dem Jugendverband auch darum wichtige Fragen der Flüchlingssituation zu diskutieren: Welche Konsequenzen ergeben sich in Europa für die ankommenden Flüchtlinge und für die Aufnahmestaaten? Wie reagiert die Bevölkerung, wie die Politiker? Welche Modelle sind für eine erfolgreiche Integration zukunftsträchtig? Die Dolmetscher können später Einrichtungen, die sich um Flüchtlinge kümmern, besuchen.

Während der Fortbildung besuchten die Teilnehmer den Tränenpalast am Berliner Bahnhof Friedrichstraße und das Notaufnahmelager Marienfelde, um sich mit deutscher Flüchtlingsgeschichte auseinander zu setzen. Sie trafen sich mit Mitarbeitern eines Berliner Flüchtlingslagers und einer vor zwei Jahren geflüchteten Syrierin, um mehr über die aktuelle Lage der Flüchtlinge zu erfahren.

In Zusammenarbeit mit dem Centre Social Mosaïque, dem Salon de Provence und mit Unterstützung des Deutsch-Französischen Jugendwerkes (DFJW) hat der BDL das Programm aufgestellt. Es soll den Dolmetschern nicht nur aus Deutschland und Frankreich nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch sensibilisieren. Die nächsten Ausbildungen für Gruppendolmetscher finden im Juli und August im französischen Narbonne und in Eckernförde statt. (az)
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