In einem Interview mit der deutschen Ausgabe des Wall-Street-Journal plädiert Richenhagen für einen pragmatischeren Umgang mit gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln. „Die Deutschen haben Angst vor den so genannten genmanipulierten Nahrungsmitteln – die Amerikaner nennen das bio-engineered“, sagte er und glaubt schon mit der Sprache werde eine Ideologie verkauft.

Der weltweite Mangel an Nahrungsmitteln lasse sich aber unter Einsatz von Gentechnik leichter bekämpfen als ohne, sagte er. Insgesamt sieht er einen Anstieg der Attraktivität der Arbeit in der Landwirtschaft.

Durch die höhere Nachfrage nach Lebensmitten muss auch mehr Nahrung produziert werden. Der Chef des Landtechnikunternehmens sieht noch Möglichkeiten zur Produktivitätssteigerung. „Ein landwirtschaftlicher Betrieb der Zukunft muss so funktionieren wie heute eine moderne Fabrik, also mit hoher Produktivität und Effizienz.“ (hed)
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