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Die Landwirtschaft bildet weniger Nachwuchs aus, als sie künftig benötigen wird. Viele Ausbildungsplätze bleiben mangels geeigneter Bewerber unbesetzt, so Lothar Lampe, Präsident des Gesamtverbandes der Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände im Interview mit der Deutschen Bauern Korrespondenz. Außerdem würden immer mehr Betriebe von den regionalen zuständigen Stellen für die Ausbildung anerkannt, ergänzt Hans-Benno Wichert, Bildungsbeauftragter des Deutschen Bauernverbandes (DBV). Auf Grund der demografischen Entwicklung müsse sich die Landwirtschaft künftig im Wettbewerb mit anderen Berufs- und Wirtschaftsbereichen verstärkt um qualifizierten Nachwuchs bemühen. Die Berufsausbildung Landwirt/in durchlaufen heute bereits bundesweit - mit einigen regionalen Unterschieden - etwa die Hälfte aller Auszubildenden von außerlandwirtschaftlicher Herkunft, erklärt Wichert. Es müsse das Image und der Bekanntheitsgrad der Grünen Berufe optimiert werden, da die Landwirtschaft zukünftig verstärkt Arbeitnehmer als angehende Fach- und Führungskräfte nachfragen werde. (ED)
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