Die Landwirtschaft als High-Tech-Branche benötigt zukünftig mehr qualifiziertes Lehrpersonal. Darüber waren sich die Teilnehmer der Bundestagung landwirtschaftlicher Fachschulen im hessischen Rauischholzhausen einig. Während die Schülerzahlen an landwirtschaftlichen Fachschulen aktuell relativ stabil seien, würde ein zunehmender Engpass in der Lehrerversorgung ersichtlich werden, sagte Martin Lambers vom Deutschen Bauernverband (DBV) im Gespräch mit der agrarzeitung (az). Grund für diese Entwicklung sei die derzeit hohe Altersstruktur der Lehrer.

Die Ausbildung zum Lehrer an landwirtschaftlichen Fachschulen müsse weiter professionalisiert, überregional vernetzt und in allen Bundesländern finanziell abgesichert werden. Unterschiede gebe es sowohl bei der Ausbildung als auch bei der Bezahlung. Einige Länder bieten beispielsweise Referendariate an, andere hingegen beziehen ihre Lehrkräfte aus den Kammern, erklärte Lambers. Auch das Einkommen spielt eine Rolle bei der Berufswahl und ist in den Bundesländern verschieden geregelt. Zunehmend werden die Lehrer angestellt und nicht mehr verbeamtet. „Für Berufsanfänger bedeutet das, dass sie heute fast die Hälfte weniger verdienen als früher“, sagte Lambers. (ir)
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