Carl Bosch, späterer Vorstandsvorsitzender von BASF und I.G. Farben, gründete 1914 die landwirtschaftliche Versuchsstation in Limburgerhof südlich von Mannheim. Ein Jahr zuvor war dem Chemieunternehmen BASF die großtechnische Umsetzung der Ammoniaksynthese gelungen, die Grundlage der industriellen Düngemittelherstellung war. Damit war der Grundstein der BASF auf dem Gebiet der Agrarchemie gelegt.

Neben Düngemitteln forschte BASF auch an Pflanzenschutzmitteln. Zwischen 1949 und 1964 entstand ein Sortiment rund um das Herbizid U46. Es bot Lösungen für alle gängigen Unkrautprobleme und sorgte in Deutschland für steigende Ernteerträge, vor allem im Getreideanbau. Das selektiv wirkende Zuckerrüben-Herbizid Pyramin kam 1964 auf den Markt. Fungizide wie Polyram verstärkten ab 1956 die Basis des BASF-Pflanzenschutzgeschäfts.

Vom Pharmaunternehmen Sandoz erwarb der Konzern 1996 einen Teil seines weltweiten Geschäfts mit Maisherbiziden. 1998 vollzog BASF in Limburgerhof den Einstieg in die Pflanzenbiotechnologie. Der Unternehmensbereich ist heute einer der führenden forschenden Anbieter von Lösungen für die Landwirtschaft, die über den klassischen Pflanzenschutz hinausgehen.

„Seit 100 Jahren wird in Limburgerhof von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern großartige Arbeit geleistet. Viele Produkte und Lösungen wurden entwickelt und erfolgreich auf den Markt gebracht, die Landwirten auf der ganzen Welt damals wie heute helfen, ihre Ernte zu sichern und zu verbessern. Darauf können wir alle sehr stolz sein“, so Markus Heldt, Leiter des BASF-Unternehmensbereichs Crop Protection. (az)
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