In einem Symposium des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) wurde darüber diskutiert, wie der landwirtschaftliche Fuhrpark besser eingesetzt werden kann. Hier soll das jetzt abgeschlossene Forschungsprojekt Marion (mobile autonome, kooperative Roboter in komplexen Wertschöpfungsketten) helfen, dass vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert wurde.

Drei Jahre haben Entwickler verschiedener Disziplinen und der Partner Claas, Still und DFKI gearbeitet, um Maschinen miteinander zu vernetzen und als ein Team agieren zu lassen. „Maschinen, die sich miteinander abstimmen, erzielen gemeinsam eine höhere Produktivität, als wenn jede Maschine für sich allein handelt“, sagt Dr. Hermann Garbers, Geschäftsführer Technologie und Qualität vom Landtechnikhersteller Claas.

Ein von DFKI-Forschern entwickeltes Planungssystem berechnet aufeinander abgestimmte Fahrrouten für Mähdrescher und Überladefahrzeug, damit das Überladefahrzeug zum richtigen Zeitpunkt zum Überladen am sogenannten „Rendez-vous-Punkt“ bereitsteht. Dabei werden Füllstände, bereits abgeerntete Flächen, schwankende Erträge und Position und Geschwindigkeit der Maschinen berücksichtigt.

Die Feinabstimmung erfolgt dabei automatisch und ohne Eingriff der Fahrer. Nachdem das Überladefahrzeug auf der optimalen Fahrroute zum Rendez-vous-Punkt geführt wurde, kann der Korntank während der Fahrt abgetankt werden. Während des gesamten Vorgangs können die Fahrer die Hände vom Lenkrad nehmen, denn die Maschinen werden GPS-gestützt gesteuert. Dabei werden die Fahrer ständig über die geplanten Vorgänge informiert und können so jederzeit in den Prozess eingreifen. (hed)
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