Eine vor kurzem veröffentlichte Befragung des Instituts für Hochschulforschung (HIS) ergab, dass beim Master-Studiengang fast alle Wünsche der Studierenden erfüllt werden konnten. Rund 95 Prozent studieren in ihrem Wunschfach weiter und mehr als 75 Prozent nicht nur im präferierten Fach, sondern auch an der Hochschule ihrer Wahl. Laut der Bildungsministerin Johanna Wanka ist somit der Übergang zum Bachelor-Mastersystem erfolgreich gelungen. Ein Wechsel vom Erststudium in das Masterstudium erfolge dabei überwiegend nahtlos.

Ein großer Teil der Studiengänge an deutschen Hochschulen sei mittlerweile auf die zweistufige Bachelor-Master-Struktur umgestellt. Die erste bundesweite Befragung des HIS ergab nun, dass die Umstellung vom Bachelor zum Master gut funktioniere. "Besonders erfreulich ist der hohe Anteil der Studierenden, die einen Masterplatz in ihrem Wunschfach erhalten haben.", so Wanka.

Mehr Flexibilität

Auch die durch die Bologna-Reform ermöglichte Flexibilität im Studium werde genutzt: 32 Prozent der Befragten wechselten mit Beginn des Masters den Studienbereich. Vier Fünftel von ihnen gaben an, zwischen dem Erststudium und dem Masterstudium einen starken Zusammenhang zu sehen. Fast 40 Prozent wechselten zum Masterstudium an eine andere Hochschule. Die Wahl der Hochschule erfolge dabei meist nach fachlichen Interessen und motiviere dadurch zum Hochschulwechsel.

Auch mit Fachhochschulreife Uniabschluss möglich

Die Möglichkeit, beim Übergang vom Bachelor zum Master die Hochschulart - also von der Fachhochschule an die Uni oder umgekehrt - zu wechseln, finde ebenfalls Anklang. Dabei wäre in erster Linie der Wechsel von einer Fachhochschule zur Universität interessant. Rund 21 Prozent dieser Wechsler verfügten über eine Fachhochschulreife. Der Erstabschluss an einer Fachhochschule habe ihnen somit erstmals die Möglichkeit geboten, ein Studium an einer Universität aufzunehmen. (bhe)
stats