Für ihr länderübergreifendes Weiterbildungskonzept im Qualitätsmanagement erhielten kürzlich vier Wissenschaftler aus Deutschland und den Niederlanden den „International Interdisciplinary Integrative Junior Team Award".

Stoffflüsse machen vor Grenzen nicht halt. Die Kontrolle der Warenströme sollte es daher idealerweise auch nicht. Der von der Projektplattform GIQS verliehene Preis zeichnet die Möglichkeit aus, bereits während des Masterstudiums ein europaweit gültiges Zertifikat zum Junior Qualitätsmanager zu erlangen.

Das Konzept der studienbegleitenden Ausbildung gibt es bereits seit etwa zehn Jahren an mittlerweile 13 deutschen Hochschulen. Neu an dem von den Preisträgern Dr. Susanne Lehnert, Dr. Stefanie Bruckner, Dr. Verena Schütz und Dr. Pieternel Luning entwickelten Modell ist, dass das an der Universität Bonn erzielbare Zertifikat eine europaweite Gültigkeit haben soll. Voraussetzung für die Bescheinigung zur Zusatzausbildung an der Universität Bonn ist die Belegung des Pflichtfachs Qualitätsmanagement in der Agrar- und Ernährungsindustrie. Hinzu kommt ein weiteres Fach freier Wahl - wie Kühlkettenmanagement. Wer alle Prüfungen mit bestimmten Mindestnoten absolviert, kann nach Abgabe der Masterarbeit das Zertifikat beantragen. „Pro Semester nehmen etwa 15 bis 20 Studenten das Angebot wahr, um einen Vorsprung beim Berufseinstieg zu haben", sagt Stefanie Bruckner. Gelernt werden grundlegende Dinge des Qualitätsmanagements - wie rechtliche Grundlagen, ISO-Standards und Konzept8entwicklung. Die Zusatzausbildung soll auch an der niederländischen Universität Wageningen eingeführt werden.

Die Projektplattform GIQS ist ein Netzwerk der Universitäten Bonn und Wageningen zur Verbundforschung. (kbo)
stats