Die Brüsseler Behörde will sicherstellen, dass Praktikanten in der gesamten EU in Zukunft ihr Praktikum unter fairen Bedingungen absolvieren und durch hochwertige Arbeitserfahrungen ihre Chancen auf einen guten Arbeitsplatz steigern können. „Praktika sind von immenser Bedeutung, wenn die Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen gesteigert und ein reibungsloser Übergang von der Schule ins Berufsleben gewährleistet werden soll", so EU-Sozialkommissar László Andor. Es könne nicht hingenommen werden, dass manche Praktikantinnen und Praktikanten derzeit als unbezahlte oder billige Arbeitskräfte ausgebeutet würden.

Die Mitgliedstaaten müssten sicherstellen, dass den Praktikantinnen und Praktikanten wertvolle Kenntnisse und Erfahrungen vermittelt werden, mit denen sie einen Arbeitsplatz finden können. Die EU-Kommission fordert beispielsweise eine schriftliche Praktikumsvereinbarung. Darin sollen unter anderem die konkreten Aufgaben, die genauen Arbeitszeiten, Angaben zur Entlohnung und Sozialversicherung schriftlich festgelegt sein.

Der vorgeschlagene Rahmen gilt den Angaben zufolge für alle Praktika auf dem offenen Markt. Er gelte nicht für Praktika, die Teil der Lehrpläne an Hochschulen und Universitäten, der Schulbildung oder der Berufsbildung sind. Ebenso finde er keine Anwendung für Praktika, die eine Voraussetzung sind, um einen Hochschulabschluss zu erhalten. (az)
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