Ein Bericht zur Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung vergleicht die Anteile von Frauen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus dem Jahr 1992 mit dem Jahr 2011. Bei den Promotionen steigt der Frauenanteil von 29 Prozent auf 45 Prozent, bei den Habilitationen von 13 Prozent auf über 25 Prozent.

Unter den Professoren sind heutzutage fast 20 Prozent Frauen, vor zehn Jahren waren es gerade 6,5 Prozent. Dies geht aus dem aktuellen Bericht der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) hervor. Untersucht wurde der Geschlechterunterschied aber auch das Arbeitsverhältnis und die Bezahlung. Von 8.526 Professorinnen an Hochschulen sind gut 10 Prozent nur teilzeitbeschäftigt. Bei den männlichen Kollegen liegt der Anteil bei knapp 6 Prozent.

Damit sind Professorinnen an Hochschulen fast doppelt so oft teilzeitbeschäftigt wie Männer. Zudem sind sie häufiger befristet angestellt. Das ist bei 24,3 Prozent der Professorinnen, aber nur 16,3 Prozent der Professoren der Fall. Differenziert man nach Besoldungsgruppen, so zeigt sich: Je höher die Besoldungsgruppe, desto niedriger der Anteil der Frauen. (hed)
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