„Miracle-Wheat” (zu Deutsch: „Zauberweizen”) entwickelt eine signifikant höhere Anzahl von Körnern pro Ähre als andere Sorten dieser Kulturart. Dieses besondere Merkmal geht einher mit einer außergewöhnlichen Ährenverzweigung, wie sie unter anderem in der Gerstenmutante „Compositium“ zu finden ist. Für Pflanzenzüchter und Landwirte ist die Körnerzahl pro Ähre von Bedeutung, da diese den zu erwartenden Ertrag erheblich beeinflusst.

Ein internationales Wissenschaftlerteam um die Gaterslebener Forscher Dr. Naser Poursarebani und Dr. Thorsten Schnurbusch fand heraus, dass eine Punktmutation in einem bestimmten Gen zu den besonderen Eigenschaften des „Zauberweizens“ führt.

„Diese Forschungsergebnisse“, erklärt Dr. Thorsten Schnurbusch, Leiter der Forschergruppe „Pflanzliche Baupläne“ des IPK Gatersleben, „geben nicht nur einen Einblick in die genetischen Hintergründe der Architektur von Getreideähren, sondern eröffnen die Möglichkeit die Ährenarchitektur gezielt züchterisch zu verändern und damit das Ertragspotenzial des Weizens zu steigern.“

Das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben ist eine außeruniversitäre, mit Bundes- und Ländermitteln geförderte Forschungseinrichtung. Am IPK forschen und arbeiten mehr als 500 Mitarbeiter aus über 30 Nationen. Vorrangige Untersuchungsobjekte sind dabei agronomisch bedeutsame Kulturpflanzenarten. (az)
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