Die Zahl der Studienberechtigten ist 2010 leicht gestiegen. Je nach Bundesland sind die Schwankungen erheblich. Im vergangenen Jahr haben etwa 450.000 Schülerinnen und Schüler in Deutschland die Hochschul- oder Fachhochschulreife erworben, meldet das Statistische Bundesamt (Destatis). Damit ist im Vergleich zum Vorjahr die Zahl um 1,6 Prozent gestiegen.

Im früheren Bundesgebiet stieg die Zahl der Schulabsolventen mit Hochschul- oder Fachhochschulreife in allen Ländern. In den neuen Ländern einschließlich Berlin sank die Zahl hingegen um knapp 20 Prozent. Von der negativen Entwicklung sind Sachsen und Sachsen-Anhalt am stärksten betroffen. Ursache ist die demografische Entwicklung in Ostdeutschland. Bei dem für die Studienberechtigung relevanten Jahrgang 1991 betrug der Geburtenrückgang in den neuen Ländern knapp 35 Prozent im Vergleich zum Jahrgang 1990.

Aufgrund der Verkürzung der Gymnasialzeit auf acht Jahre erlangten in Hamburg zwei Jahrgänge die Hochschulreife. Daher stieg die Anzahl der Studienberechtigten um knapp 60 Prozent. Im Saarland ist die Umstellung bereits 2009 erfolgt. Somit sank die Zahl der Studienberechtigten dort um etwa 32 Prozent. (az)
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