Rund drei Viertel aller Bachelorabsolventen entscheiden sich für ein Masterstudium. Sie motiviert die Hoffnung auf bessere Berufschancen.

Bachelorabsolventen der Universitäten entscheiden sich dabei häufiger für ein Masterstudium als ihre Kommilitonen an den Fachhochschulen. Dennoch streben auch dort deutlich mehr als die Hälfte den Masterabschluss an. Zu diesem Ergebnis kommt das HIS-Institut für Hochschulforschung (HIS-HF) aus Hannover. Etwa ein Fünftel aller FH-Bachelors wechselen für den Master an eine Universität. Nur in Ausnahmefällen gehen Studierende den umgekehrten Weg und schreiben sich von der Uni kommend an einer Fachhochschule ein.

Nahezu 100 Prozent der Mathematik-Studierenden lassen auf den Bachelorabschluss ein Masterstudium folgen. Die Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaftler wollen zu rund 90 Prozent weitermachen, hat eine Befragung im Wintersemester 2009/10 ergeben. Die Möglichkeit, im Master ein ganz anderes Fach zu wählen als im Bachelor - sich also „hybrid" weiterzuqualifizieren, nutzen die Bachelors noch relativ selten.

Der wichtigste Beweggrund für die Aufnahme eines Masterstudiums ist die Hoffnung auf Verbesserung der eigenen Berufschancen. Fast ebenso wichtig ist der Wunsch, sich persönlich weiterbilden und den fachlichen Neigungen besser nachkommen zu können. Gegen die Aufnahme eines Masterstudiums spricht der Wunsch, schnell eigenes Geld verdienen zu wollen.

Nahezu alle Studierenden können gegenwärtig ihr Masterstudium im Wunschfach und an der Wunschhochschule aufnehmen. Mit wachsender Absolventenzahl werde diese „Passfähigkeit" aber schrumpfen, prognostizieren die Autoren. (az)
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