Befristete Arbeitsverträge und zu hohe Erwartungen - beispielsweise, dass der wissenschaftliche Nachwuchs rund um die Uhr forschen kann - sind die größten Hindernisse für eine Hochschulkarriere. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Aufwind im Mentoring" aus Baden-Württemberg. Dass vor allem Frauen davon betroffen sind, zeige eine Statistik aus dem Bundesland: Während 44 Prozent der Doktoranden weiblich sind, schaffen es im Anschluss nur 18 Prozent auf einen Lehrstuhl.

Zur Abhilfe wurden zahlreiche Förderprogramme für Nachwuchswissenschaftlerinnen aufgelegt. 117 deutsche Hochschulen haben beispielsweise Mentoring-Programme vorzuweisen. Karriereförderlich können Mentorinnen aus der Wissenschaft und Wirtschaft allerdings nur sein, wenn sich beide Seiten auf das Erreichen konkreter Ziele einigen, heißt es in der Studie. Darüber hinaus müssten diese auch immer wieder hinterfragt werden.
  
Eine Einrichtung zur Unterstützung exzellente Wissenschaftlerinnen ist das Margarete-von-Wrangell-Habilitationsprogramm. Es fördert ambitionierte Frauen in Baden-Württemberg finanziell und in ihrer persönlichen Entwicklung. Über 50 Prozent der Teilnehmerinnen erhielten die Lehrberechtigung. Bewerbungen sind bis zum 1. August 2012 möglich. (kbo)
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