„BioPara" untersucht die Abläufe in Biogasanlagen. Das Netzwerk unter Federführung der Universität Bonn erhält jetzt eine kräftige Förderung durch das Bildungsministerium.

Mit insgesamt rund 2,6 Mio. € unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Zusammenarbeit von neun universitären Forschergruppen und Unternehmen. Das Ziel der Gruppe „BioPara" sei, ein Gesamtbild der mikrobiologischen Vorgänge zu erhalten, berichtet Professor Uwe Deppenmeier vom Institut für Mikrobiologie und Biotechnologie der Universität Bonn, der das Netzwerk koordiniert.

Die Wissenschaftler und Firmen wollen herausfinden, wie und unter welchen Bedingungen das Ausgangsmaterial umgesetzt wird. Mithilfe von genetischen Fingerabdrücken wollen die Forscher zudem herausbekommen, welche Bakterien eine Schlüsselrolle bei der Biogasgewinnung spielen. Damit soll ein wesentlicher Fortschritt zur Prozessoptimierung und Problembehandlung landwirtschaftlicher Biogasanlagen erzielt werden.

Das Netzwerk besteht aus den sieben universitären Gruppen in Bonn, Kiel, Hamburg, Dresden, Frankfurt, Ulm und Konstanz sowie den rheinischen Firmen Bioreact und Bonalytik. (az)
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