Nachwachsende Rohstoffe

Ministerium unterstützt junge Forscher

Vier junge Forschergruppen werden für weitere zwei Jahre vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert. Die Wissenschaftler forschen an verschiedenen Projekten, wie nachwachsende Rohstoffe industriell eingesetzt werden können. Darunter sind Forschergruppen von der TU München, der Universität in Göttingen, dem Institut für Agrartechnik in Potsdam-Barnim und der TU Kaiserslautern.

Biogas aus Hühnerkot

Die Nachwuchsgruppe an der TU München versucht, aus landwirtschaftlichen Rohstoffen wie Stroh, Energiepflanzen und aufbereiteter Biomasse Energie zu erzeugen. In den Versuchen wird die thermische Nutzung von Biomasse in Hochtemperaturprozessen getestet. Ein Projekt der Universität Göttingen sucht nach neuen Möglichkeiten, Laubholz industriell zu verwenden. Verglichen mit Nadelholz wird Laubholz weniger nachgefragt. Beispielsweise entwickeln die Forscher tragende Bauteile aus Laubholz. Das Institut für Agrartechnik in Potsdam-Barnim versucht, Biogas aus stickstoffreichen Rohstoffen wie Hühnerkot und Gras sowie Leguminosen zu gewinnen. Die Wissenschaftler sind herausgefordert, Verfahren zu entwickeln, um den giftigen Ammoniak aus dem Fermentationsprozess zu entfernen.

Seit dem Jahr 2012 fördert das BMEL Gruppen junger Wissenschaftler, die zur stofflichen oder energetischen Nutzung nachwachsender Rohstoffe forschen. Das Ziel ist, vielversprechende neue Forschungsfelder an deutschen Hochschulen oder verwandten Einrichtungen zu verankern.

In der ersten Projektphase haben die Nachwuchsgruppen Grundlagen gelegt und erste Ergebnisse erzielt. Um die begonnenen Arbeiten weiterzuführen und insbesondere die Markteinführung voranzutreiben, unterstützt das BMEL die nachfolgenden Gruppen nun für weitere zwei Jahre. (az)
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