Verschiedene Viren bedrohen in Kombination mit einer Milbe (Varroa destructor) weltweit die Honigbienen. Die in manchen Jahren hohen Winterverluste sind im Wesentlichen auf diesen Parasiten zurückzuführen. „Die Vitalität und Gesundheit der Bienen sowie ihre Lebens- und Ernährungsgrundlagen zu schützen ist mir ein großes Anliegen“, sagte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt anlässlich des Starts eines neuen Forschungsprojekts.

Auf drei Jahre angelegt soll in dem Projekt eine neue Zuchtmethode bei der Honigbiene etabliert werden. Das Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf verwendet dazu einen modernen DNA-Chip. Er soll kleinste Unterschiede im Genom der Bienen aufgespüren und so die möglichen Gründe der unterschiedlichen Widerstandskraft, Leistungsfähigkeit und Sanftmut von Bienen erkennen.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Verbesserung der Resistenz der Honigbienen gegenüber der Varroamilbe. „Zusätzlich erlaubt das geplante Verfahren auch detaillierte Einblicke in die genetische Vielfalt der einheimischen Honigbiene, was eine wesentliche Grundlage für nachhaltige Zuchtkonzepte ist“, sagte Schmidt. Zukünftig können im Rahmen von Zuchtprogrammen Tiere mit besseren Eigenschaften gezielt vermehrt werden, um so zunehmend auf die Bekämpfung der Varroamilbe verzichten zu können. Die Forscher hoffen, die Honigbienenzucht gezielt voranzutreiben, damit der wertvolle Beitrag der heimischen Bienen auf die Landwirtschaft und Pflanzenvielfalt erhalten bleibt. (az)
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