An den deutschen Fachhochschulen studieren im Wintersemester 2009/10 insgesamt 4.334 Agarstudenten. Im Vergleich zum Vorjahr stagniert demnach die Anzahl an Studenten an den elf Standorten, die im Fachbereichstag der Fachhochschulen (FH) im Agrarbereich zusammenarbeiten. Denn die Mehrzahl hat inzwischen Zulassungsbeschränkungen eingeführt, nach teilweise sehr starken Zuwächsen an einzelnen Standorten. „Nur so kann bei gegebenen Lehrkapazitäten die anerkannte Studienqualität gesichert werden“, begründet Prof. Roland Bauer von der FH Weihenstephan und Vorsitzender des Fachbereichstages das Vorgehen. Spezielle Angebote wie duale Studiengänge sollen die Attraktivität von FH dennoch steigern. Diese richten sich auch an die doppelten Abiturjahrgänge, die ab 2011 an die Hochschulen strömen.

Abgeschlossen ist bereits die Umstellung auf Bachelorstudiengänge. Die FH verzeichneten dabei keine größeren Probleme, wie in der Mitteilung des Fachbereichsrats weiter zu lesen ist. Die Absolventen der FH seien nach dem Bachelorstudium uneingeschränkt berufsqualifiziert und das Ausbildungsniveau sei den Diplomabsolventen gleichgestellt. Anklang finden nun auch die Masterstudiengänge. Allerdings könne die Nachfrage durchaus größer sein, wie Bauer anmerkt. Hilfreich ist seiner Meinung nach, dass historisch gewachsene Differenzierungen in den Entgelt- und Besoldungssystemen zunehmend überwunden werden.

Die FH konzentrieren sich jedoch nicht alleine auf die Lehre. Auch der Anteil anwendungsbezogener Forschung steigt laut Bauer weiterhin deutlich. Gerade mittelständische Unternehmen würden die Zusammenarbeit mit den Fachbereichen der Agrarwissenschaften nutzen. (ir)
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