Der Universitätsverbund Halle-Jena-Leipzig richtet ein nationales Forschungszentrum zur Biodiversität ein. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Projekt. Das Deutsche Zentrum für Integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) wird seinen Sitz in Leipzig einnehmen. Die Wissenschaftler wollen Antworten finden auf die Fragen: Wie viele Arten gibt es auf der Erde, warum sind es so viele, wie beeinflussen sie die Lebensfunktionen und Dienstleistungen von Ökosystemen und wie können sie effektiver geschützt werden? Das Spektrum der beteiligten Fachrichtungen reicht von der klassischen Systematik, über Molekularbiologie hin zu den Sozialwissenschaften.

Insgesamt sind neben den drei Universitäten acht außeruniversitäre Institute eingebunden. Die DFG hat kürzlich entschieden, das Zentrum bis zu zwölf Jahre lang mit jährlich 7 Mio. € zu fördern. Einen wichtigen Teil der Arbeit stellt auch das Angebot von Workshops dar, die Wissenschaftler aus aller Welt nach Leipzig bringen und das iDiv zu einem Knotenpunkt der internationalen Biodiversitätsforschung machen sollen. Eine eigene Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit sorgt für die breite Publikation von Ergebnissen. (az)
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