Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert neue Projekte, um das System der dualen Berufsausbildung zu stärken. Ziel der Förderung im Rahmen des Programms Jobstarter plus ist es, regionale Ausbildungsstrukturen und den Übergang von der Schule in die Ausbildung zu verbessern. Dafür stehen in der Förderperiode zwischen 2014 und 2020 rund 108,8 Mio. € zur Verfügung.

"Wir wollen die duale Berufsausbildung zukunftssicher und attraktiver machen", so Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. Insbesondere kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) sollen unterstützt werden. Ziel sei es, gemeinsam mit KMU Wege und Instrumente zu entwickeln, damit sie sich neue Zielgruppen erschließen und beim Wettbewerb um Auszubildende mit großen Unternehmen mithalten können.

In Deutschland nimmt die Zahl der Schulabgängerinnen und –abgänger weiter ab, teilt das BMBF mit. Parallel steigt ihre Neigung, ein Studium aufzunehmen. Daher sinkt die Anzahl der Bewerber um eine betriebliche Ausbildung und damit auch die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge. Eine Folge der oftmals erfolglosen Suche nach Auszubildenden ist, dass sich Betriebe aus der dualen Berufsausbildung zurückziehen. Langfristig wird für bestimmte Branchen ein Fachkräftemangel prognostiziert. Darüber hinaus ist der Ausbildungsmarkt durch so genannte Passungsprobleme gekennzeichnet: Es gibt Regionen mit unversorgten Bewerbern und unbesetzten Ausbildungsstellen.

Das Programm Jobstarter wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanziert. Seit Beginn des Programms im Jahre 2006 sind insgesamt 310 regionale Projekte in sechs Förderrunden an den Start gegangen. 2014 startete mit dem Programm Jobstarter plus eine neue Phase der Projektförderung. (has)
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