Ernst-Forschner-Gedächtnispreis

Nachweismethode von Schweinepest

Blome leitet das Nationale Referenzlabor für klassische und afrikanische Schweinepest am FLI. In ihrem Vortrag erläuterte sie die Eignung von Blut- und Rachentupfern für den molekularen Nachweis von Schweinepest bei tot aufgefundenen Wildschweinen.

Das FLI beobachtet die seit Anfang des Jahres gemeldeten Fälle von Afrikanischer Schweinepest in Polen, Litauen, Lettland und Estland kritisch. Gegen diese schwere Infektionskrankheit gibt es keinen Impfstoff, sodass bei einem Eintrag in Hausschweinbestände derzeit nur deren Tötung als Bekämpfungsmaßnahme zur Verfügung steht.

Die weitere Verbreitung der Tierseuche nach Westen kann nicht ausgeschlossen werden, daher sollten besonders tot aufgefundene Wildschweine auf eine mögliche Infektion untersucht werden. Hier kann die vorgestellte einfache Probennahme-Methode wertvolle Hilfestellung bei der praxisnahen Untersuchung von Fallwild geben. Weitere Informationen zur Afrikanischen Schweinepest stellt das FLI zur Verfügung.

Der Ernst-Forschner-Gedächtnispreis wird seit 1997 zum Gedenken an den Initiator und Gründungsvorsitzenden des AVID, Dr. Ernst Forschner, verliehen und ist mit 1000 € dotiert. (az)
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