Vor dem Hintergrund der im kommenden Jahr anstehenden Landtagswahlen hat der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) Strategien entwickelt, um junge Menschen besser an Entscheidungsprozessen zu beteiligen. „Wir werden den Parteien auf die Füße treten und ihnen Stellungnahmen fürs Land abverlangen“, erklärt der stellvertretende BDL-Bundesvorsitzende Sebastian Schaller. 

Die Landjugend werde dafür sorgen, dass ihre Anliegen auch nach der Wahl noch Gültigkeit haben und zum Beispiel in Koalitionsverträgen landen. Ob als Wahlprüfstein, Gesprächsrunde mit Politikern oder im Austausch mit Jugendorganisationen der Parteien - junge Menschen werden ihre Anliegen thematisieren und kreativ einbringen, zeigen sich die Delegierten überzeugt.

Dazu gehörten Forderungen nach Sitz und Stimme für junge Menschen in jedem Kreis-, Bezirks-, Land- oder Bundestag (mit Altersbegrenzung) oder die bundesweite Anerkennung ehrenamtlichen Engagements junger Leute in Schule, Beruf und Studium. „Ob diese über bessere Freistellungsmöglichkeiten oder Sonderurlaub, Fahrtvergünstigungen oder Förderung von Weiterbildung erfolgt, können wir gern aushandeln. Auf jeden Fall nehmen wir das mit in die anstehenden Gespräche mit Politikern und Unternehmen“, sagt Schaller. Der stellv. BDL-Bundesvorsitzende hat dabei auch die Attraktivität von Ehrenamt und die immer knapper werdende Zeit junger Menschen im Blick. (az)
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