Unter Federführung der Universität Hohenheim startet jetzt ein Großforschungsprojekt zur Entwicklung alternativer Düngungsstrategien. Die EU fördert das Vorhaben mit 6 Mio. €.
 
Eine Kooperation aus Wissenschaftlern und mittelständischen Unternehmen lotet das Potenzial sogenannter Bioeffektoren aus. Ziel des soeben gestarteten Projektes ist es, Alternativen zur herkömmlichen Verwendung von Mineraldüngern zu finden.
 
Schwerpunktmäßig wird über fünf Jahre lang der Nutzen von Bioeffektoren analysiert. Dabei handelt es sich um Mikroorganismen und Wirkstoffe mit der Fähigkeit, das Wachstum, die Nährstoffaneignung und die Resistenz von Kulturpflanzen gegenüber Stressfaktoren zu fördern. Sie sollen die Produktivität und Nährstoffausnutzung alternativer Dünger verbessern. Untersucht werden pilzliche und bakterielle Isolate, für die bereits Wurzelwachstumsfördernde und Nährstoffmobilisierende Eigenschaften dokumentiert sind. Weiterhin werden Algen-, Kompost-, und Pflanzenextrakte getestet.
 
An der Entwicklung beteiligt sind elf europäische wissenschaftliche Einrichtungen, darunter das Julius-Kühn Institut und das Forschungsinstitut für biologischen Landbau sowie Universitäten aus Wageningen, Budapest und Kopenhagen. Außerdem sind neun, überwiegend aus Deutschland stammende Unternehmen, die auf die Produktion von Bioeffektoren spezialisiert sind, eingebunden. (az)
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