Die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) koordiniert seit Jahresbeginn die  Deutschen Agrarzentren (DAZ) in Kasachstan und der Ukraine. Die beiden Länder besäßen ein ernormes Agrarpotenzial, jedoch fehlten Invesitionsgelder sowie qualifizierte Fach- und Führungskräfte, teilte die HfWU jetzt mit. Ziel der DAZ sind die Vermittlung von Fachwissen und die Stärkung des landwirtschaftlichen Sektors.

Getragen werden die Zentren von einem Konsortium führender Firmen der europäischen Agrarwirtschaft, dem neben der HfWU auch das Bildungszentrum Deula Baden-Württemberg, das Agrarberatungsunternehmen ADT Projekt GmbH und die Universität Hohenheim angehören. Finanzielle Unterstützung erhalten die Einrichtungen unter anderem vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Um die herrschenden Defizite auszugleichen und um moderne landwirtschaftliche Produktionsmethoden zu vermitteln, haben das deutsche Landwirtschaftsministerium und führende Agrarunternehmen in den beiden Ländern die Agrarzentren gegründet. Im Rahmen dieser Projekte, deren Kursprogramme jährlich von bis zu 2.000 Fachkräften besucht werden, findet ein gezielter Transfer von Wissen und moderner Produktionstechnologie in beide Länder statt.

Das Deutsche Agrarzentrum in der Ukraine befindet sich in Oblast Tscherkassy in der Zentralukraine in der fruchtbaren Schwarzerdezone. Im kasachischen Agrarzentrum, welches im Norden des Landes angesiedelt ist, finden seit vier Jahren Schulungen in den Bereichen Landtechnik, Betriebswirtschaft, sowie Pflanzen- und Tierproduktion statt.

Die beteiligten Wirtschaftsunternehmen stellen den Deutschen Agrarzentren für die Praxisschulungen Technik und Ausrüstung zur Verfügung. Neben den Schulungen bewirtschaften beide Zentren jeweils ca. 50 ha Versuchs- und Demonstrationsflächen auf denen moderne Pflanzenbauverfahren demonstriert, sowie Sorten- und Pflanzenschutzmittelversuche durchgeführt werden.

Höhepunkte sind die jährlich im Sommer stattfindenden DAZ-Feldtage, zu denen sowohl in der Ukraine als auch in Kasachstan Fachbesucher aus dem ganzen Land anreisen. (az)
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