Die Bundeslehranstalt Burg Warberg entwickelt ein neues Ausbildungskonzept. Ziel ist es, die Agrarwirtschaft und kaufmännisches Wissen besser miteinander zu verknüpfen. „Die Agrarhandelsunternehmen verlangen schon seit längerem ein neues Berufsbild“, sagt Peter Link, Geschäftsführer der Burg Warberg. Da solch eine Entwicklung allerdings äußerst langwierig sei, ginge die Bundeslehranstalt in diesem Herbst einen ersten Schritt voraus, so Link. Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres startet ein Pilotprojekt. Darin erhalten bis zu 25 kaufmännische Auszubildende einen theoretischen Unterricht mit speziell landwirtschaftlichen Themen. Auf dem Lehrplan stehen Lebensmittelsicherheit, Risikomanagement, Getreidekunde, Sachkundenachweise oder die Ernährungssicherung. Gleichzeitig werden die klassischen Unterrichtsinhalte einer Ausbildung zum Groß- und Einzelhandelskaufmann vermittelt. Bisher seien kaufmännische Auszubildende gemeinsam unterrichtet worden, egal, ob sie aus der Automobilindustrie oder der Agrarwirtschaft stammten. Die Ausbildung soll in Kooperation mit den Berufsschulen vor Ort nun spezifischer werden, um den Nachwuchs gezielt auf die zukünftigen Herausforderungen ihrer Branche vorzubereiten, so Link. Funktioniere das Pilotprojekt, könnte an der Entwicklung eines neuen Berufsbildes weiter gearbeitet werden. (az)
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