In Gartenbau und Landwirtschaft liegen manche Verdienste deutlich unter dem geforderten Mindestlohn. Betroffen sind vor allem gering qualifizierte Beschäftigte. Nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes gelten die niedrigsten Tarifverdienste im Gartenbau und in der Landwirtschaft sowie in Handwerks- und Dienstleistungsbranchen.

In Gartenbaubetrieben in Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen beträgt der unterste tarifliche Stundenverdienst beispielsweise 6,50 €. Im Ernährungsgewerbe beginnt der Tarifverdienst im Fleischerhandwerk in Sachsen bei 6,00 €. Dass liegt deutlich unter dem vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) geforderten gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 €. Mit steigender Qualifizierung wachsen auch die Löhne. So erzielt ein Arbeitnehmer mit einer landwirtschaftlichen Ausbildung in Baden-Württemberg einen Tariflohn von etwas mehr als 12,20 € pro Stunde. Angestellte mit Meisterbrief bekommen noch einmal etwa 1 € pro Stunde mehr. Eine Übersicht über mehr als 600 Verdienste in verschiedenen Branchen, Regionen und Berufen listet die Tarifdatenbank des Statistischen Bundesamtes auf. (az)
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