Die neueste OECD-Studie bestätigt, was im Agribusiness schon lange beklagt wird: Deutschland gehen die qualifizierten Absolventen aus. Um den Fachkräftebedarf für die Zukunft zu sichern, sei es notwendig weiter in Bildung zu investieren, vor allem in den so genannten MINT-Fächern Mathematik, Ingenieurwissenschaften und Informatik, heißt es in der gestern vorgestellten Studie „Bildung auf einen Blick 2010“ der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).
 
Deutsche Studenten entscheiden sich häufiger als junge Menschen anderer Länder für ein künstlerisches oder geisteswissenschaftliches Studium. Vor allem bei den Ingenieurwissenschaften reicht daher die Zahl der Absolventen nicht aus. Verschärft wird die Situation noch durch den Geburtenrückgang in Deutschland. Insgesamt ist die Studierquote in Deutschland zwar auf 43 Prozent pro Jahrgang angestiegen, doch reicht das nach Enschätzung der OECD nicht, um den Bedarf zu decken.
 
Dass ein Hochschulstudium am besten vor Arbeitslosigkeit schützt, stellt die Studie als weiteres Ergebnis heraus. Außerdem verdienen Uni- und Hochschulabsolventen deutlich mehr Geld. Die Einkommen von Akademikern liegen im Durchschnitt um 75 Prozent über denen von Angestellten mit einer betrieblichen Ausbildung. (az) 
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