Absolventen ostdeutscher Hochschulen vergeben ihrem Studienverlauf gute Noten. Ansonsten sind die Unterschiede zwischen ost- und westdeutschen Hochschulen eher gering. Das geht aus einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor, die Einschätzungen von Absolventen und Personalverantwortlichen miteinander verbindet. Demzufolge würden sich 87 Prozent der Absolventen noch einmal für die gleiche ostdeutsche Hochschule entscheiden. Im Westen waren es 82 Prozent der Hochschulabgänger.

Aus Sicht von Personalverantwortlichen ist die Qualität der Berufsausbildung an west- und ostdeutschen Hochschulen weitgehend gleichwertig. Bezüglich Ausstattung und Infrastruktur schneiden die ostdeutschen Hochschulen etwas besser ab. Schlechter hingegen wird die Vernetzung ostdeutscher Hochschulen eingeschätzt. 22 Prozent der befragten Personalverantwortlichen stellen eine schlechtere Verbindung mit der Wirtschaft im Vergleich zu den Einrichtungen in Westdeutschland fest. Ein Hinweis für ein dünneres Netzwerk ist nach Ansicht der Autoren der Studie die Tatsache, dass ostdeutsche Absolventen länger und mehr Bewerbungen für den Berufseinstieg benötigen als ihre westdeutschen Studienkollegen. Befragt wurden rund 500 Personalverantwortliche und ebenso viele Absolventen. (az)
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