Der neue Wissenschaftscampus Phosphorforschung in Rostock sucht nach Lösungen für einen effizienteren Umgang mit dem Rohstoff. 25 Forschergruppen machen bereits mit. „Die Phosphor-Forschung ist eine der großen wissenschaftlichen Herausforderungen“, sagt Professor Peter Leinweber vom Institut für Bodenkunde der Universität Rostock. Schon in etwas mehr als 20 Jahren könnte das lebensnotwendige Nährelement im Boden nicht mehr ausreichend zur Verfügung stehen. Ziel des Wissenschaftscampus Phosphorforschung ist es, Strategien zur besseren Nutzung und zur Schließung von Stoffströmen zu entwickeln.
 
Unter Federführung der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock hat sich der Wissenschaftscampus vor wenigen Tagen mit einer Auftaktveranstaltung gegründet. Beteiligt sind die drei Leibniz-Institute für Nutztierbiologie (FBN), Ostseeforschung (IOW) und Katalyse (LIKAT) sowie die Mathematisch-Naturwissenschaftliche und die Juristische Fakultät der Universität Rostock. Der Wissenschaftscampus ist eine gemeinsam geförderte Initiative von mindestens einer Leibniz-Einrichtung, einer Universität und dem jeweiligen Bundesland. Dadurch soll die regionale Partnerschaft zwischen universitären und außeruniversitären Einrichtungen unterstützt werden. Für Herbst 2012 ist ein Workshop mit internationaler Beteiligung geplant. (az)
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