In dem internationalen Projekt mit dem Titel „SusOrganic“ erarbeiten Wissenschaftler Qualitätsstandards für verarbeitete Bio-Produkte. Um diese zu erreichen experimentieren sie auch mit eigenen, neu entwickelten Kühl- und Trocknungsverfahren.

„Die Verarbeitung von Lebensmitteln ist unnötig energieintensiv, gerade wenn konventionelle Verarbeitungsmethoden genutzt werden“, sagt Projekt-Koordinatorin Dr. Barbara Sturm, Leiterin der Gruppe Nachernte-Technologie am Fachgebiet Agrartechnik der Universität Kassel. Die Effizienz von Anlagen in der Lebensmitteltrocknung liege bei durchschnittlich 35-45 Prozent, teilweise auch nur bei 10 Prozent. Mit schonenderen und effizienteren Verfahren ließe sich nicht nur Energie einsparen; auch Qualitätsverluste und Schwund könnten vermindert werden.

Am Ende will die Projektgruppe eine Art Handbuch für die Trocknung und Kühlung bzw. das Einfrieren von Bio-Lebensmitteln präsentieren. Das umfasst Qualitätsstandards sowie Verarbeitungsrichtlinien zur Prozessoptimierung und besserer Produktqualität. Darüber hinaus will die Gruppe Mess- und Regelungssysteme zur verbesserten Steuerung des Trocknungsprozesses entwickeln.

„SusOrganic“ ist im vergangenen März gestartet und läuft noch bis Februar 2017. Das Projekt wird von der EU mit 1,03 Mio. Euro unterstützt, wovon 151.571 Euro auf die Universität Kassel entfallen. (atm)
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