Europas Naturschutzgebiete wirken sich insgesamt positiv auf den Erhalt der biologischen Vielfalt aus. Sie sind aber nicht für alle Arten effektiv. Dies ist das Ergebnis des Forschungsprojektes Scales (Securing the Conservation of biodiversity across Administrative Levels and spatial, temporal, and Ecological Scales), das unter anderem vom Helmholtz-Zentrum durchgeführt wurde.

Mit über 26.000 Gebieten an Land und rund 17,5 Prozent der Landfläche der EU ist „Natura 2000" inzwischen das größte Naturschutz-Netzwerk der Welt. Allerdings mangelt es vor allem an funktionierenden Verbindungen zwischen den einzelnen Schutzgebieten. Diese sind aber nötig, damit seltene Arten zwischen den einzelnen Schutzgebieten wandern können, damit ihre Population erhalten bleibt.

Aus Sicht der Wissenschaftler könnten von diesen Vorschlägen sowohl der Naturschutz als auch die Wirtschaft profitieren. Natürliche Strukturen helfen gegen die Erosion des Bodens. Außerdem werden Lebensräume für bestäubende Insekten erhalten, die den Ertrag in der Landwirtschaft erhöhen.

Um finanzielle Barrieren zu überwinden, die derzeit in Europa bestehen, haben die Wissenschaftler bestehende Ansätze (Portugal, Frankreich) und neue Vorschläge (Deutschland, Polen) für einen ökologischen kommunalen Finanzausgleich untersucht und Vorschläge gemacht. Mehr Info unter auf der Webseite des UFZ. (hed)
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