Gelder aus dem europäischen Forschungsrahmenprogramm sollen in Zukunft schneller fließen können. Dazu will die EU die bisher aufwändige Antragstellung vereinfachen. Die Regeln für die Teilnahme an Förderprogrammen wurden jetzt in einigen Punkten überarbeitet. So können ab sofort und auch für bereits laufende Projekte die Personalkosten flexibler oder pauschal berechnet werden. Geplant sind außerdem steuerliche Vereinfachungen, die vor allem die Mehrwertsteuer betreffen. Darüber hinaus soll eine Clearingstelle, die zwischen Antragsteller und EU vermittelt, für eine einheitliche Anwendung aller Vorschriften sorgen. Die EU-Forschungskommission hofft, dass Wissenschaftler in der Folge wieder mehr Zeit für ihre Forschungsarbeit haben. Schwerfällige finanzielle Regelungen und zu viel Bürokratie wurden in der Vergangenheit von europäischen Forschern bemängelt. Im vergangenen Sommer wandten sich 13.000 Wissenschaftler mit einer entsprechenden Unterschriftenaktion an EU-Parlament und Rat. (az)
 
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