Wie eine wachsende Weltbevölkerung ernährt werden kann und welche Rolle dabei die nachhaltige Landwirtschaft spielt, untersucht die Technische Hochschule in Zürich (ETH). Die Stiftung Mercator Schweiz unterstützt den neuen Forschungsschwerpunkt "World Food System" in den kommenden zehn Jahren mit umgerechnet etwa 4,5 Mio. €. Ziel der Förderung ist es, das Potenzial der ökologischen Landwirtschaft und ihre Beiträge zur Bekämpfung des Welthungers wissenschaftlich zu untersuchen. Die Hochschule möchte fachübergreifend die Grundlagen für eine nachhaltige Landwirtschaft erarbeiten, dabei den Umgang mit den knappen natürlichen Ressourcen berücksichtigen und herausfinden, inwieweit insbesondere Kleinbauen davon profitieren können.

Das Anfang dieses Jahres eröffnete Kompetenzzentrum "World Food System" wird in enger Zusammenarbeit mit anderen Institutionen in der Schweiz und im Ausland gezielt den Nachwuchs fördern und Fachleute ausbilden. Vorgesehen sind Forschungsprojekte zur nachhaltigen Landnutzung, über natürliche Ressourcen, den Klimawandel und Agrarökosysteme. Die Projekte sollen eine sozialwissenschaftliche Komponente und einen engen Praxisbezug vorweisen. Sie werden im Herbst 2011 ausgeschrieben. (az)
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